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Beerdigungen und Trauerfeiern in Zeiten von Corona


Das Corona-Virus bestimmt unseren Alltag und unser Leben. Regelungen und Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie, haben Einschnitte und Verzicht für jeden von uns zur Folge. Besonders gravierend und tragisch sind diese Einschnitte bei einem Trauerfall. Abschied nehmen, ist nicht wie gewohnt möglich. Beistand und tröstende Umarmungen, können nicht angenommen werden. An der Teilnahme der Trauerfeier gehindert zu sein, macht hilflos. Das Gefühl, dem Verstorbenen nicht die gewünschte letzte Ehre erweisen zu können, schmerzt. Abschied nehmen mit Abstand - ein kaum erträglicher Widerspruch.


Menschliche Nähe und Kontakt - das macht das gemeinsame Trauern um einen geliebten Verstorbenen aus und kann durch nichts ersetzt werden. Jedoch zwingen uns die aktuellen Corona-Maßnahmen auch hier zum Verzicht. Wir möchten Ihnen nachfolgend ein paar Tipps und Ideen an die Hand geben, wie Sie Angehörige, Freunde und Bekannte ein Stück weit Teilhaben lassen können und wie sie trotz Abstand Ihre Trauer zum Ausdruck bringen können.


Aktuelle Corona-Regelungen für Beerdigungen nach Bundesland

Je nach Bundesland sind die Verordnungen und Beschränkungen anders geregelt. Daher haben wir Ihnen nachfolgend eine Übersicht über die aktuellen Corona-Regelungen für Beerdigungen nach Bundesland aufgelistet. (alle Angaben ohne Gewähr) Wir empfehlen, Rücksprache mit dem Bestatter und dem örtlichen Ordnungsamt zu halten, da sich die Verordnungen kurzfristig ändern können oder auf kommunaler Ebene anders gehandhabt werden.


Das gilt jedoch flächendeckend für alle Bundesländer:

  • Überall gilt die Abstands- und Hygienevorschrift
  • Ein Trauercafé im Anschluss an die Beerdigung ist im großen Rahmen nicht möglich.
    Hier gelten die bundesweit aktuellen Bestimmungen für private Feiern.
  • An Covid-19 Verstorbene dürfen nicht am offenen Sarg aufgebahrt werden.
  • Auf körperlichen Kontakt - Hand geben, Umarmen soll verzichtet werden.

  • Das gilt je nach Bundesland

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Der Hinweis “Je nach Raumkapazität” richtet sich nach der Kapazität bei Einhaltung von 1,5 Meter Abstand. Diese variiert je nach Räumlichkeit. Bei leeren Feldern konnten keine konkreten Angaben speziell zum Thema “Beerdigungen” ermittelt werden. Gehen Sie in jedem Fall auf Nummer sicher und setzen sie sich mit dem Bestatter oder dem Ordnungsamt in Verbindung. Diese Tabelle dient lediglich zur groben Übersicht



Aktuelle Corona-Regelungen für Beerdigungen nach Bundesland

Damit eine Trauerfeier für einen Verstorbenen in einem möglichst großen Kreis stattfinden kann, gibt es zwei Möglichkeiten:
Bei einer Urnenbestattung darf zwischen der Einäscherung und der Bestattung ein längerer Zeitraum liegen, als bei der klassischen Sargbestattung. Wie lang dieser Zeitraum sein darf, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. In Sachsen-Anhalt darf dieser maximal einen Monat betragen, in Hessen hingegen 9 Wochen. So kann die Bestattung hinausgezögert werden, in der Hoffnung, dass sich die Einschränkungen bis dahin etwas lockern werden. Sie sollten jedoch bedenken, dass sich das Hinauszögern unter Umständen erschwerend auf den eigenen Trauerbewältigungsprozess auswirkt.
Sie halten die Trauerfeier im Freien ab, um mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. In einigen Bundesländern sind im Freien mehr Trauergäste erlaubt, als in geschlossenen Räumen. In solchen Fällen bietet sich eine Verlegung der kompletten Trauerfeier nach Draußen an. Jedoch gestaltet sich dieses Vorhaben bei Beerdigungen in den Herbst- und Wintermonaten aufgrund der Wetterlage schwierig.

Alternativen und Ideen für Beerdigungen in Zeiten von Corona

Wenn eine Hinauszögerung oder Verlegung der Trauerfeier ins Freie nicht in Frage kommen oder Ihr Bundesland strengere Regeln verordnet hat, müssen Alternativen her. Wir haben uns zusammengesetzt und über den Tellerrand geschaut und ein paar Ideen gesammelt, wie sie dem Verstorbenen einen gebührenden Abschied ermöglichen und gleichzeitig alle Trauernden daran teilhaben lassen können:


  • Bilder von verhinderten Trauergästen
    Schmücken Sie leere Stühle und Bänke mit ausgedruckten Bildern von denjenigen, die nicht teilnehmen können. Eine Idee, die etwas mehr Aufwand mit sich bringt, aber für verhinderte Trauergäste und dem Verstorbenen eine ganz große Geste ist und für Sie als direkter Angehöriger vielleicht ein bisschen Trost spendet. Fragen Sie Ihre Trauergäste nach einem Foto und drucken jedes einfach Zuhause auf dem heimischen Drucker auf A4 Papier aus und legen dieses über jede Stuhllehne, die leer bleiben muss.
  • Live-Übertragung der Trauerfeier
    Mittlerweile gibt es einige Bestatter, die eine Live-Übertragung der Beerdigung in Ihr Dienstleistungsangebot aufgenommen haben. Die modernen Medien ermöglichen es, einen ausgewählten Personenkreis an der Bestattung per Bildschirm teilhaben zu lassen. Hierzu erhalten Sie vom Bestatter oder dem Dienstleister, der die Videoübertragung durchführt einen Link, den Sie weitergeben können. Nur wer diesen Link hat, kann an der Live-Übertragung teilnehmen. Sie müssen also keine Sorge haben, dass die Trauerfeier für jeden öffentlich im Internet zugänglich ist. Sprechen Sie hierzu einfach mal Ihren Bestatter an.
  • Die Trauerfeier per Video aufnehmen
    Wenn eine Live-Übertragung für Sie nicht in Frage kommt, Sie aber dennoch gerne Bewegtbilder mit Ihren Trauergästen teilen möchten, können Sie die Beerdigung per Video aufnehmen lassen und im Nachgang auf einem USB-Stick oder als Link weitergeben. Sprechen Sie auch zu diesem Service Ihren Bestatter an.
  • Online-Gedenkfeier per Skype, Zoom oder Teams
    Corona hat uns gezeigt, dass es -mit Einschränkungen- möglich ist, Unterricht, Sporteinheiten oder Meetings in Online-Konferenzen abzuhalten. Der Gedanke ist daher nicht abwegig, dieses Medium für eine Gedenkfeier zu nutzen - auch wenn die Bestattung und die persönliche Abschiednahme am Sarg oder Grab dadurch nicht zu ersetzen sind. Die Online-Konferenz bietet euch allerdings die Möglichkeit, gemeinsam dem/der Verstorbenen zu Gedenken, Anekdoten auszutauschen und gegenseitig Trost zu spenden. Es können Ansprachen gehalten, Bilder oder Videos eingespielt werden. Das Medium bietet euch einfach eine Zeit der gemeinsamen Trauer. Die gängigen Programme, die hierfür genutzt werden heißen Skype, Zoom und Microsoft Teams. Alle Programme können auf dem Laptop und dem Handy heruntergeladen werden und sind kostenlos. Bei Zoom ist in der kostenlosen Version allerdings die Zahl der Teilnehmer begrenzt.
  • Versand von Karten und Gedenkbildern
    Bei einem Trauerfall ist es üblich, Trauerbenachrichtigungen in Form von Karten mit allen Informationen zur Beerdigung an die Trauergäste zu versenden. Auch, wenn die Gäste wegen Corona verhindert sind, ist die Trauerkarte immer noch eine persönliche und pietätvolle Geste zur Überbringung einer Trauernachricht. Statt der Informationen zur Beerdigung, können Sie zu einer Gedenkstunde aufrufen oder einen Link zu einer Live-Übertragung oder Online-Konferenz nennen. Somit signalisieren Sie den Trauergästen, dass sie trotzdem Teil der Trauerfeierlichkeiten sind. Den Trauerkarten können Sie zusätzlich Sterbebildchen, auch Gedenkbilder genannt, beilegen. Diese werden üblicherweise als Andenken in der Kirche oder auf dem Friedhof an die Trauergäste verteilt. Gerne stehen wir Ihnen hier als Druckdienstleister zur Verfügung - sprechen Sie uns einfach an: Tel: ☎ 02861 9217-65.
  • Online-Gedenkseiten
    Viele lokale Zeitungsanbieter bieten neben der Schaltung einer Traueranzeige eine Online-Gedenkseite an. Auf den Gedenkseiten wird die Zeitungsanzeige veröffentlicht sowie Vor-, Nachname, Geburts- und Sterbedatum genannt. Diese Gedenkseiten können meist gegen eine Gebühr erweitert werden und halten in der kostenpflichtigen Version weitere Funktionen, wie das Teilen von Bildern und Videos bereit. In den meisten kostenlosen Versionen können bereits Gedenkkerzen und eigene Trauerworte hinterlassen werden, diese sind meist jedoch öffentlich zugänglich und von jedem einsehbar.
  • Erinnerungsstücke des/der Verstorbenen versenden
    Hat der/die Verstorbene zu Lebzeiten eine Sammelleidenschaft gehabt oder ein handwerkliches Hobby aus dem viele unschätzbare Einzelstücke entstanden sind? Lassen Sie diese Leidenschaft als Andenken weiterleben und verteilen Sie diese unter den Trauergästen. Sie können diese Erinnerungen zusammen mit einer Trauerkarte oder Trauerdanksagung versenden und somit alle Gäste zum Teil eines großen Andenken an den/die Verstorbene/n machen.
  • Drive-In Trauerfeier
    Was sich im ersten Moment makaber anhört, kann in der aktuellen Situation eine möglich Lösung sein - eine Drive-In Trauerfeier. In Japan wird dies schon längst praktiziert, ' um vor allem körperlich beeinträchtigten und älteren Menschen die Möglichkeit zu geben, an Trauerfeiern teilnehmen zu können. Während der Corona-Pandemie kann es auch in Deutschland eine Möglichkeit sein, um Trauergäste teilhaben zu lassen. Das Wort “Drive-In” ist negativ behaftet und lässt einen im ersten Moment an Autoschlangen vor Schnellrestaurants denken. Jedoch bringt das Vorfahren mit dem Auto vor der Trauerhalle einen näher an das Geschehen als von Zuhause aus. Den Drive-In könnte man so gestalten, dass es mehrere Stationen gibt: Es wird ein Bild vom Verstorbenen aufgestellt, an dem kurz verweilt werden kann, an einer Box können Kondolenzkarten eingeworfen werden, ein Gedenkbild wird ausgehändigt und zum Abschluss kann an der letzten Station eine Gedenkkerze angezündet werden. Je nach Gegebenheit kann dieses Vorhaben leichter oder schwieriger umsetzbar sein. In jedem Fall sollten Sie dies mit Ihrem Bestatter sowie dem Ordnungsamt besprechen.

Eine Trauerfeier, wie wir Sie kennen, kann niemals ersetzt werden. Doch die vorgestellten Ideen können dabei helfen, annehmbare Alternativen zu schaffen. Eine Beerdigung während der Corona-Pandemie ist neben der normalen Trauer, die zu ertragen ist, eine besondere Bürde. Wir als Druckdienstleister stehen Ihnen, wo es uns möglich ist, gerne beratend zur Seite. Insbesondere bei der Umsetzung von Trauerdrucken berücksichtigen wir gerne Ihre Wünsche.





 
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